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║ Re: tro                                                             ║
║ Donnerstag, 29. Oktober 2009, 23:07                            eloi ║
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Verdammte düstere Gedanken. Gar nicht so düster, eigentlich. Nur vergangen.

Lange her.

Obwohl, solange noch gar nicht. Aber die Zeiten sind vorbei. Die Tage des exzessiven rumjunkens.

Ja, die gibt's immer noch. Aber sie sind anders. Und werden nie sein wie früher.

Und das ist ja auch eigentlich gut so, denn daran sieht man ja, daß man sich auch weiterentwickelt. Und Entwicklung ist schonmal ne gute Sache.

Und ich denke mir "in dieser Stimmung hättest du noch vor 'nem Jahr erstmal n Glühwein geköpft." Weil es ging und so. Geht nun nicht mehr. Ich würd's auch gar nicht mehr wollen, die Zeiten sind immerhin vorbei, aber es ist schon n komisches Gefühl.

Und dieses retro-backflash-gedankengelaber macht's ja nun auch nicht besser. Und überhaupt, hab ich das früher schon gedacht, aber es dann doch genossen. So wie jetzt.

Und wieder merke ich noch, wie sich alles wiederholt, aber man unweigerlich auf die immer längeren Rillen der Endlosloopplatte des Lebens gerät. Jede Rillenentgleisung bringt einen weiter nach außen, in Richtung Plattenrand.

Und die Zeit vergeht weiter außen auch in anderen Maßstäben. Noch vor 'nem Jahr hätte ich einen solchen Beitrag nicht vor um vier Nachts verfasst. Aber ich muss ja morgen arbeiten. -.-
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║ Heute ist Sonntag. Und ich räumte auf.                              ║
║ Montag,  5. Oktober 2009, 00:13                                eloi ║
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Ich habe vorhin einen Zettel gefunden.

Darauf stand:
Mir ist langweilig.
Lass uns mal 'ne Tierart auslöschen,
nur um zu sehen, was passiert.
z.B. Motte --> 18 cm große Fliegen,
die dann die Frösche fressen.

und auf der Rückseite:
Du bist mein Trampeltier.
Schwerer Gang, zwei fettgefüllte Höcker...
Oder ein Kamel/eon, mit langer Zunge.
Und Meer(jung)frau.
Und Succubus(si).

und ich hab gestrahlt und mich auf Dienstag gefreut. Und da war mein Abend gerettet.


Und ich dachte .oO(wow, Übermorgen, das ist ja bald)
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║ Scheiße durch ein Sieb geschossen...                                ║
║ Mittwoch, 25. März 2009, 23:31                        errorpriester ║
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Unglaublich über was man manchmal bei den anständigsten Sachen stolpert.

Ich gebe hier mal auszugsweise ein Gespräch wieder, bei dem es um die Einrichtung eines Badezimmers ging, genauer gesagt um das Rollo für's Fenster:


(Raumausstatter): Du könntest auch was cremiges nehmen und mit Aquarellfarben bemalen.
(Einzögling): Naja, ich hab' ja schon weisse Fliesen, da wollte ich durch die Matte und das Fenster bissel Farbe 'reinbringen.
(Raumausstatter): Ja na klar, AquarellFARBEN. Die heißen schon so.
(Einzögling): Ja, aber ich meinte so 'nen richtigen Farbakzent.
(Raumausstatter): Ich muss grad' mal was probieren.
(Einzögling): Was?
(Raumausstatter): !google Ventilator scheißen


(Google, 2. Ergbnis): Das Spielen mit scheißt als Anfänger beim Spielen -- Meistens hören Sie, daß Menge von die Ventilatoren scheißt, die das kommentieren , welches die Terminologien erlernt und die Etikette im Spiel schwieriger ...

Der Text auf der Seite (wohlgemerkt, 2. Treffer) ist geradezu genial (automatisch) übersetzt. Er enthält 17x "scheiß" und 1x "Ventilator" Na wenn das kein zweiter Platz ist. Und wenn es sich reimen würde, könnte es fast zum HipHop-Lied werden. Sinnfrei zeitweise absurde Vokabeln aneinandergereiht, ein paar Kraftausdrücke eingestreut (noch 'n fetten Beat drunter und fertig is' der Geddo-Hit).

Ganz anders dagegen Platz eins. Ich zitiere:

(Google, 1. Ergebnis): Frage zu Ventilator - Hanfburgforum -- Frage zu Ventilator Growing Grundlagen. ... Zitat von Nurpur. Sex wird überbewertet. Wer glaubt, Sex sei das Größte, der musste noch nie richtig scheissen.

Natürlich. Der 1. Platz für eine Suchanfrage nach "Ventilator scheißen" verweist auf ein Kifferforum. Was auch sonst.
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║ Daß diese verdammte Prokrastination auch immer belohnt wird...      ║
║ Donnerstag, 20. November 2008, 14:03                           eloi ║
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Nun ist schon so viel Zeit seit der Abgabe meiner Bachelorarbeit verstrichen (2½ Wochen) und ich schaffe es endlich mal nicht nur an der FH zu sein und ein bisschen weiterzubasteln, sondern auch noch meinen Erstkorrektor zu treffen, der mir gesteht daß er weder die noch benötigten letzten Bauteile erhalten, noch meine Arbeit gelesen hat (was er ohnehin erst kurz vor der Verteidigung tut, da er weite Teile ja eh kennt, sagt er). Ich habe also an den Tagen, an denen ich das zur-FH-fahren erfolgreich bis zum nächsten Tag aufgeschoben habe, nichts verpasst, nichts machen können. Hinzufahren wäre also ohnehin sinnlos gewesen.

Ich konnte also die Zeit zuhause viel sinnvoller mit dem Aufschieben von Bewerbungen verbringen.

Aber damit ist Schluss, ich fange jetzt mit den Bewerbungen an, wo ich schonmal hier bin. Ich werde vorher nur noch schnell...
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║ Nein, heute nicht                                                   ║
║ Donnerstag, 11. September 2008, 20:00                          eloi ║
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Heut morgen waren schon die ersten Vorboten eines seltsamen Tages zu spüren. Spontanaggressionen auf dem Fahrrad. Aber ich schob es auf die frühe Stunde und die paar Arschloch-Fußgänger, die mich ständig zum Bremsen zwangen und ging tagsüber meiner Arbeit nach, ohne emotional irgend etwas hochkommen zu lassen. Die Mittagspause war auch eigentlich das Stimmungshoch. Ab da wurde es immer schlimmer. Zu vieles ging schief und ich regte mich über alles auf. Leise, noch, aber ziemlich stark. Auf dem Heimweg wiederholte sich das, obwohl schon fast keine Fußgänger mehr unterwegs waren. Und damit ist endgültig klar: ab jetzt sollte mir niemand mehr unter die Augen treten. Gut, ich kann mich beherschen, aber meine Grundstimmung ist mal wieder reinstes Nitroglycerin.

Eine Mischung aus unbestimmter Wut, daraus erwachsender Spontanaggression und zynischer Scheißfreundlichkeit (einhergehend mit einem Grinsen der schmerzhaften Sorte, das mir die Zähne zurück ins Zahnfleich drückt)

Ein Zustand, in dem sehr viel Energie erzeugt wird. Ich muss raus, irgendwas machen. Oder alles zertrümmern. Auf jeden Fall Brüllen.



Definitiv ist mir heute aber nicht Menschenkontakt. Das würde nur fies werden. Verletzend und unfair. Ich will meine Ruhe. Und irgendwas zum kaputt machen.



Also: HEUTE NICHT!
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║ streng-orthodox-konservative Anti-Anarcho-Radfahrer                 ║
║ Donnerstag, 17. Juli 2008, 11:09                               eloi ║
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(auch: sucker (von SOKAAR (streng-orthodox-konservative Anti-Anarcho-Radfahrer)))

Das Schöne am Radfahren ist die Faszination des sich selbst ordnenden Chaos(es). Ja, es herscht ja auf den Radwegen, Fußwegen, Straßen und Randbegrünungen zu Stoßzeiten richtig schöne Anarchie. Regeln kümmern die Wenigsten etwas. Ampeln, Schilder, Begrenzungen und ähnliche Lapalien gelten ja allenfalls für Autofahrer. Es wird links gefahren, ohne Vorwarnung ausgeschert, abgebogen, gewendet, gebremst... So praktische Lämpchen wie bei Autos, die zuweilen vorrausahnen lassen, welche Aktion der jeweilige Fahrer als nächstes durchzuführen gedenkt, gibt es ja auch nicht. Hinzu kommen Hindernisse wie völlig unberechenbare (aber glücklicherweise vergleichsweise langsame) Fußgänger, die trägen (aber endschnellen, dafür berechenbaren) Autos, Kinder, Hunde, Bäume, Mülltonnen, Busse und allerlei anderes Gedöns.

Und das wuselt morgens um 9 alles umeinander, durcheinander und ineinander. Aber auf wundersame Weise wird niemand verletzt, umgefahren oder muss auch nur seine Fahrt unterbrechen.

Alles funktioniert und greift ineinander wie ein wirres, anarchisches, nicht zu durchblickendes, aber dennoch ungemein präzises Uhrwerk einer Uhr, gemacht von einem alten, einarmigen Uhrmacher auf LSD, durch seine pure Geisteskraft... ich schweife ab.

Es ist dieser Fahrradfahrer-Mikrokosmos ein anarchisches, sich selbst organisierendes, gleichberechtigtes System. Und es funktioniert.

Zumindest solange bis eines dieser subversiven Elemente aufkreuzt.

Wie in jedem System gibt es auch im Anarcho-Radfahr-System Gegner, die das System nicht akzeptieren, sich dagegen wehren, es zerstören wollen. OK, OK, sollen sie. Solange es nicht zu viele werden gehört das ja auch irgendwie dazu. Die permanente Verwundung der Gesellschaft, die das Immunsystem auf trab hält. Wo war ich?

Ahja. Gegner. Das sind zumeist Herren zwischen 30 und 60, die sonst normalerweise Auto fahren und nur ausnahmsweise mal auf ihr Rad steigen (was man dem Fahrrad zumeist auch ansieht).

Das sind die streng-orthodox-konservativen Anti-Anarcho-Radfahrer. Sie wollen die totale Ordnung und äussern dies, indem sie auf dem Fahrradweg, auf dem sie fahren, ihre Fahrtrichtung als die einzig Wahre und Richtige nicht nur ansehen, sondern diesen Standpunkt auch durch Ausklappen der Ellenbogen und demonstrativem Mittigfahren unterstreichen.

Diese (in meinen Augen völlig unnötig aggressive) Gestik wird noch beim Vorrüberfahren unterstrichen durch den gebrüllten Schlachtruf der streng-orthodox-konservativen Anti-Anarcho Radfahrer:

..maaann, falsche Seiteeee..


Zum Glück kann man als routinierter Fahrradanarchist lässig ausweichen und "Gegner!" zurückbrüllen... (oder "Subversives Element!" falls man langsam genug ist.)
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║ Platz ist in der kleinsten Hütte                                    ║
║ Dienstag, 24. Juni 2008, 00:57                                 eloi ║
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Manchmal analysiere ich aus langer Weile Sprichwörter, geflügelte Wörter und ähnliche umgangssprachliche Wortkonstrukte, die man meist ohne wirklich über sie nachzudenken in den Raum streut. Meistens dann, wenn ich mich selbiger Bagetelle schuldig gemacht hatte.

Heute:

Platz ist in der kleinsten Hütte

Ahja?

Nun, ich würde ja sagen: Wenn man eine kleine Hütte Bewohnt, in der noch Platz ist, dann bewohnt irgendwo jemand eine Hütte, in der weniger Platz ist. Seine ist dann natürlich die kleinere Hütte. Würde das Sprichwort nun heißen "Platz ist in der kleineren Hütte" Würd ich ja gar nichts sagen...

Aber kann man nicht, solange noch Platz ist, die Hütte verkleinern?

Denn nur, wenn wirklich gar kein Platz mehr in ihr ist und sie somit nicht mehr kleiner geht, ist es die kleinste Hütte.

Und wie ich bereits sagte, ist dann kein Platz mehr in ihr.

Ich würde also mal abschließend behaupten: obige Aussage ist schlicht falsch.
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║ Styling-gel mit Pheromonen                                          ║
║ Sonntag,  1. Juni 2008, 22:36                         errorpriester ║
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... wurden gerade im Privatfernsehen beworben.

Ich glaub ich spinne. Die Werbebotschaft verfehlte ihr Ziel bei mir nur knapp.
Ich dachte sofort "Aha. Loser-gel".
Wenn ich mir eine solche Flasche im Drogeriemarkt kaufe, weiß das Subjekt an der Kasse sofort: "Aha. Verzweifelter Single" und im öffentlichen Leben weiß jede an mir vorbeigehende Person instinktiv und unterbewusst "Aha, der nimmt Pheromone. Wer cheatet ist ein Loser. also Bogen drum."

Nunja. vielleicht passiert das aber bei jedem Haargel.
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║ abschweifungen bei und nach einem film                              ║
║ Mittwoch, 16. April 2008, 01:20                                eloi ║
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i'm really impressed



der film auf BR is klasse. ("Die Tür der Versuchung")

er (Eddie O'Hare gespielt von Jon Foster) ist aufrecht und verhält sich imho korrekt.



und er ist jung, ich bin schon zu alt für eine beziehung mit einer skanalös älteren frau mit kindern

wenn ich jetzt was mit einer 12 jahre älteren frau anfange ist es 'din'. wäre ich 20, wärs krass gewesen. die zeit ist vorbei. ich weiß nicht, ob es schade ist.



ich will es dennoch krass. vielleicht. auf jeden fall will ich etwas besonderes. und etwas besonderes war damals; auf heute projiziert ist es beinahe normal. aber was stört mich an der normalität? ich weiß es nicht. nichtmal, ob es wirklich die normalität an sich ist.



ich habe lust auf absolute (selbst)zerstörung

wenn nicht mich, dann mein umfeld, die wohnung

es muss hier aussehen wie sau, finde ich



"ich blinke nie, damit keiner weiß was ich vorhabe"
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║ April April                                                         ║
║ Samstag,  5. April 2008, 00:08                                 eloi ║
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Ohne Anlass aus Laune einfach mal ein paar Worte. Die Woche verlief glimpflich, ich habe viel gehackt und gebastelt.

u.a. ein Audio-stream-proxy, weil in meinem 'Büro' viele Ports gesperrt sind (FH-Netz), u.a. auch 8000 über den u.a. lohro den Audio-Stream anbietet. Und weil ich aber dennoch Internetradio hören möchte, leitet das Streamproxy-skript den Audio-Stream auf Port 80 (der frei ist, natürlich) um... Tolle Sache.

Eben dann noch eine Erweiterung für meine Webbasierte Adressverwaltung, die beim Klick auf eine Telefonnummer deren DTMF-Töne als Wave-Datei liefert und ich somit an jedem PC mit Soundkarte das Eintippen der Nummer ins Telefon sparen kann. Ein mittelmäßig nützliches Feature, aber es ist möglich und nur darum geht es.

Ansonsten blicke ich bangen Auges auf den 24.04.

Wenn es nicht bald etwas wärmer wird, wird der Anfang der Barfuß-Zeit eine ziemlich eisige Sache.

Kurzfristig betrachtet ist lediglich Wochenende und ich damit die meisten anderen Sorgen los...


Ach und: Liebe Grüße an Todeszebra ;)